Übungsblatt 11:
Aufgabe 1: d) p ist notwendigerweise wahr, p ist kontingent wahr.
Auf der Musterlösung wird inkompatible als richtige Antwort angegeben.
In der Übungsstunde wurde jedoch gesagt, dass ‘p ist kontingent wahr’ formalisiert werden könnte als: ◊p ˄ ◊¬p
Aufgabe d) könnte demnach wie folgt formalisiert werden: □p ^ (◊p ˄ ◊¬p)
Da ◊¬p äquivalent ist zu ¬¬◊¬p welches wiederum äquivalent ist zu ¬(¬◊¬p)
Und ¬◊¬p äquivalent ist zu □p kann ich es wie folgt einsetzen:
□p ^ (◊p ˄ ◊¬p) „=“ □p ^ (◊p ˄ ¬¬◊¬p)
□p ^ (◊p ˄ ¬¬◊¬p) „=“ □p ^ (◊p ˄ ¬(¬◊¬p))
□p ^ (◊p ˄ ¬(¬◊¬p)) „=“ □p ^ (◊p ˄ ¬(□p))
□p ^ (◊p ˄ ¬(□p)) „=“ □p ^ (◊p ˄ ¬□p)
Dies müsste einen Wiederspruch sein, da wir eine Formel der Form ‘ p ^ q ^ ¬p ‘ haben. Da bei einer Konjunktion die Reihenfolge keinen Einfluss hat, sehe ich nicht, weshalb dies nicht einen Widerspruch sein sollte. Somit müsste die richtige Antwort kontradiktorisch, nicht inkompatible, sein.
Übungsblatt 10:
Aufgabe 1: 18) Ungültige Argumente sind nicht schlüssig.
Per Definition sind induktiv ungültige Argumente entweder induktiv ungültig (Wahrheit der Prämissen spricht nicht für die Wahrheit der Konklusion) oder deduktiv.
(Ein Argument ist genau dann induktiv gültig, wenn es rational ist, die Konklusion des Arguments für wahr zu halten, wenn alle seine Prämissen wahr sind, obwohl die Konklusion nicht [logisch] aus den Prämissen folgt.) (Folie S. 14)
Somit kann es induktiv ungültige Argumente geben, welche deduktiv schlüssig sind (nämlich jedes deduktiv schlüssige Argument ist per Definition induktiv ungültig und alle induktiv schlüssigen Argumente sind deduktiv ungültig). Wenn dies der Fall ist, trifft die Aussage, dass ungültige Argumente nicht schlüssig sind nicht zu, da jedes (induktiv/deduktiv) schlüssige Argument (deduktiv/induktiv) ungültig ist.